Termine:

20 Dez 2019
19:15 - 22:00
JBK - Probe
24 Dez 2019
Weihnachtsfeiertage :-)
24 Dez 2019
Weihnachtsfeiertage :-)

Geschichte der JBK Michelbach

Neugründung der Musikschule 1983 und der Jugendblaskapelle Michelbach 1985.
Das Ende der "alten" Musikkapelle war schon einige Jahre vorhersehbar, standen doch mit den letzten Michelbacher Musikanten großteils alte Männer im Einsatz. Aber solange Kapellmeister Karl Inzinger immer wieder eine spielfähige Partie zusammenstellen konnte, sah sich die Gemeindeführung zu keinem Handeln gezwungen. Dies trat dann mit dem Pfingstheurigen der Freiwilligen Feuerwehr Michelbach 1981 ein, als sich Inzinger als Leiter zurückzog. Als Grund gibt er eine Brustverletzung an, die er sich bei einem Hilfseinsatz (Autounfall) zuzog, und die ihm das weitere Spiel praktisch nicht mehr erlaubte. Zusätzlich geriet dieses Fest zu einem musikalischen Fiasko, was ihm den Abschied nicht unbedingt erschwert haben wird.

In erster Linie betraf dieser abrupte Abschied die Gemeinde und die Kirche. Von Michelbacher Seite fand sich niemand, der geeignet gewesen wäre, auf privater Basis wie bisher mit einigen Aushilfen weiterzuarbeiten. Anfangs wurden Musikkapellen der Nachbargemeinden geholt, was auf die Dauer sicher kostspielig geworden wäre. Mit der Zuverlässigkeit mancher Auswärtiger war es auch nicht weit her; dem Verlangen nach einer eigenen Musikkapelle mussten schließlich Taten folgen.

Zu der Zeit befand sich der richtige Mann an der Spitze der Gemeinde, nämlich Bürgermeister Karl Vonwald. Seine harte Kindheit wurde durch das Erlernen der Geige bzw. durch regelmäßiges Singen verschönert; der Bezug zur Blasmusik entstand auch durch seinen Stiefvater Leopold Lechner, der vor allem in Pyhra jahrzehntelang aktiv war und auch oft in Michelbach ausgeholfen hatte. Vonwalds Initiative ist es zu verdanken, dass der in Pyhra wirkende Kapellmeister Wilhelm Leichtfried (stammt aus St.Georgen an der Leys) auch für Michelbach gewonnen werden konnte. Dessen Leistung beim Aufbau der Musikkapelle Pyhra - ähnliche Situation wie in Michelbach, nur etwas früher - konnte sich wirklich sehen lassen. Er führte die neu gegründete Kapelle in Pyhra innerhalb von nicht einmal zehn Jahren zur C-Stufe (Skala von A bis D) bei Konzertwertungen; Insider verstehen, was das bedeutet. Diese Erfolge drangen auch nach Michelbach vor, und so kam nach einigen Gesprächen zwischen Vonwald und Leichtfried die Übereinstimmung zustande, eine Musikschule zu gründen. Nachdem der Beschluss im Gemeinderat kein Problem war, konnte man 1983 in den Räumlichkeiten des Gemeindehauses, des Musikraums im Kindergarten und in der Volksschule mit dem Unterricht beginnen.

Es erfolgte eine öffentliche Ausschreibung an die Eltern, worauf sich auf Anhieb 30 Kinder meldeten, die sich einem Eignungstest unterzogen. Ab Mai 1983 fand durch Wilhelm Leichtfried ein Einführungslehrgang und theoretischer Unterricht in zwei Gruppen statt. In der Folge wurden verschiedene Angebote zum Ankauf von Musikinstrumenten eingeholt, wobei schließlich die Firma
Radler/St. Pölten das Rennen machte (Gesamtpreis ~280 000 Schilling). Bemerkenswert war die Spendenfreudigkeit der Bevölkerung, denn bei einer Sammelaktion wurden rund 70 000 Schilling eingebracht. Ein Großteil der Instrumente musste von den Eltern finanziert werden, wobei neben Barzahlung auch die Zurückzahlung in Monatsraten im Zeitraum von drei Jahren möglich war. Den Rest zahlte die Gemeinde Michelbach, die generell einen ansehnlichen Betrag für Instrumente und Inventar beisteuerte.

Folgende Lehrer standen zur Verfügung:
Leichtfried Wilhelm - Trompete, Schlagzeug, Akkordeon, Querflöte
Leichtfried Juliane - Blockflöte
Anzenberger Friedrich - Flügelhorn, Trompete, Alt-Horn
Kainzbauer Martin - Tenorhorn, Posaune
Hornek Christian - Tuba, Posaune
Schaffhauser Veronika – Klarinette


Somit war der Grundstein für eine neue eigenständige Blaskapelle gelegt!